Unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Sicherer Raum für queere Jugendliche mit Fluchterfahrung

Jugendliche queere Geflüchtete finden bei uns einen Ort des Ankommens und der Unterstützung im Umgang mit Mehrfachdiskriminierung und Gewalterfahrungen. In betreuten Wohnformen helfen wir ihnen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten sowie sprachliche und gesellschaftliche Barrieren zu überwinden.

Andreas Schröder

(er/ihm)

Bereichsleitung Queer Leben stationär

Gürtelstraße 35
10247 Berlin

Tel. 030-315 117 730 / 0178-560 806 4

Fax 030-315 117 733

Spezifische Aspekte bei der Betreuung queerer geflüchteter Jugendlicher sind:

Mehrfach-Diskriminierung
Zu den Diskriminierungs-Erfahrungen aufgrund ihrer Herkunft kommt Ablehnung, die queere Geflüchtete aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität bzw. sexuellen Orientierung erfahren. Dadurch fällt es ihnen schwer, sich innerhalb ihrer Herkunfts-Communities zu verorten. Sie fühlen sich oft „zwischen den Welten“ und haben es schwer, Gefühle von Zugehörigkeit zu entwickeln und sich in der Folge zu positionieren.

Verzögertes Coming-Out
Viele queere geflüchtete Jugendliche haben (i.d.R. schon in den Herkunfts­ländern) internalisiert, dass ihre geschlechtliche Identität bzw. sexuelle Orientierung nicht sein darf, dass sie „schlecht“ oder sogar „nicht lebenswert“ sind. Die langwierige und beengte Unter­bringung in Not­unter­künften bietet auch keinen ausreichenden Schutz vor Homo- / Transphobie, sodass die Angst vor ersten Schritten hin zum Coming-Out stark ausgeprägt ist. Gerade geflüchtete queere Jugendliche und junge Erwachsene benötigen deshalb – auch im Rahmen eines „erweiterten Jugend­hilfe­bedarfs“ über den 18. Geburtstag hinaus – unbedingt einen Schutzraum, in dem sie ihr Selbstwert­gefühl schrittweise entwickeln können.

Erschwerte Sprachmittlung
Aufgrund fehlender Sprach­kenntnisse ist eine differenzierte Verständigung schwer. So gibt es z.B. in etlichen Herkunfts­sprachen keine wert­schätzenden Begriffe für „schwul“, „lesbisch“ oder „transident“.

Traumatisierungen
Neben den z.T. massiven Erfahrungen mit körperlicher oder sexueller Gewalt im Herkunfts­land oder während der Flucht, haben real erlebte oder antizipierte Gewalt­erfahrungen aufgrund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung i.d.R. auch traumatische Auswirkungen. Diese können mit den Jugendlichen nur sehr behutsam angesprochen werden. Auch im Rahmen der Asyl­verfahren haben queere Jugendliche und junge Erwachsene einen besonderen Schutzanspruch.

Zentrale Themen im Rahmen der stationären Betreuung der Zielgruppe queere Jugendliche siehe auch unter Stationäre Hilfen.

Zu unserem Angebot für unbegleitete, minderjährige Geflüchtete siehe auch:
www.siegessaeule.de

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